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IGZ Heinrich Cotta Preis „Wald mit Zukunft“ an Luxemburg verliehen


Einstelldatum: 05.01.2017

Am 24. November 2016 wurde im Rahmen eines Empfangs in Berdorf (Ost-Luxemburg) der IGZ Heinrich Cotta Preis „Wald mit Zukunft“ feierlich überreicht. Preisträgerin 2016 ist die Natur- und Forstverwaltung/ anf * des Großherzogtums Luxemburgs. Mit ihrem obligatorischen Konzept der Feinerschließung der Waldbestände (Rückegassenabstand: 40 m von Gassenmitte zu Gassenmitte!) ist die afn zukunftsweisend und vorbildlich, weit über die Grenzen Luxemburgs hinaus.

Heinrich Cotta (1763-1844), passionierter Forstmann begnadeter Hochschullehrer, betrachtete den Wald in seiner Komplexität und verwies insbesondere auf Funktion des Waldbodens als Nährsubstrat und Standort für gesunden Wald. Die Cotta’schen Überlegungen und Forderungen wurden in den Reden anlässlich der Preisverleihung nachdrücklich betont. Sowohl Frank Wolter, Direktor der anf, als auch Marc Wagner, Leiter des Dienstleistungsbereiches Forst der anf, verwiesen nachdrücklich auf Vorteile, die intelligente Feinerschließung in Kombination mit sanfter Holzernte dem Waldbau bieten. Diese und andere Aspekte beleuchtete der Vorsitzende der IGZ**, Elmar Stertenbrink, ausführlich, wobei er auch begründete, warum die anf als Preisträgerin erkoren worden sei: Das Waldbewirtschaftungskonzept der Luxemburger Fachbehörde besitzt europaweite Vorbildfunktion.
Stellvertretend für die anf, die mit zahlreichen Bediensteten anwesend war, nahm Carole Drieschbourg, Luxemburgs Umweltministerin, den IGZ Heinrich Cotta Preis „Wald mit Zukunft“ entgegen. Dieser originell und einfühlsam von einer jungen Design-Absolventin gestaltete Preis, erfreute als wirkliches Unikat nicht allein die Ministerin, sondern alle anwesenden Damen und Herren aus Luxemburg und Deutschland.
Gestärkt durch delikaten Imbiss ging es dann zu Fuß in den Wald, wo Adam Frank, zuständig für den Forstbetriebsbezirk Berdorf, optimales Gelände ausgesucht hatte, um die drei Phasen des Kölner Verfahrens dem Fachpublikum zu präsentieren: Motormanuelles Fällen und Vorrücken der Buchenabschnitte mit dem Arbeitspferd an die Rückegasse sowie das Endrücken durch den Forwarder. Dank angenehmen Wetters konnten die Vorzüge des Kölner Verfahrens ausführlich erläutert und Fragen aus dem Publikum ergiebig beantwortet werden.

Resümee: Eine gelungene Preisverleihung an eine würdige Kandidatin, die afn, ergänzt und abgerundet durch die praktische Demonstration eines Boden erhaltenden und Umwelt schonenden Holzernteverfahren. Eine Veranstaltung, die bewiesen hat, dass europäische Zusammenarbeit durchaus gelingen kann.


* anf = Administration de la Nature et des Fôrets
** IGZ = Interessengemeinschaft Zugpferde e.V.