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IGZ unterstützt mit einer Treckerpatenschaft Demonstration gegen Agrarindustrie in Berlin


Einstelldatum: 13.01.2017

Am 21. Januar 2017 um 12 Uhr startet in Berlin am Potsdamer Platz die 7. Wir haben es satt!Demonstration. Die IGZ unterstützt diese Veranstaltung mit einer Treckerpatenschaft. Ich werde selbst an dieser Demonstration teilnehmen und ich hoffe, daß sich noch einige von Euch dazu entschließen können.
Die Erzeugung unserer Lebensmittel in kleinen und mittleren idealerweise bäuerlichen Familienbetrieben ist überhaupt die Voraussetzung um unser eigenes Vereinsziel, nämlich die Erhaltung des Kulturgutes unserer alten Arbeitspferderassen sowie des Wissens über den Umgang mit ihnen, verwirklichen zu können. Den Inhabern dieser Betiebe können wir vielleicht nahebringen, daß die Arbeit mit Pferden nicht nur Spaß macht sondern sogar heute in Zeiten noch günstiger Treibstoffe in Bereichen wie Biolandbau, Gemüsebau oder Weinbau sogar ökonomisch sinnvoll sein kann.
Chinesische Großinvestoren oder sonstige ortsfremde Agrarfabrikanten wird das sicher nicht mehr interessieren.
Ich hoffe, viele von Euch in Berlin zu treffen.

Ingrid Röthke-Hagen


Hier folgt der Aufruf der Veranstalter:

Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!

Gemeinsam für gesundes Essen, bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel
Die bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind in Gefahr. Denn Agrarkonzerne und die Bundesregierung treiben die Industrialisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft voran. Die Folgen: Das weltweite Höfesterben schreitet rasant voran, die handwerkliche Lebensmittelherstellung wird verdrängt, hunderte Millionen Menschen leiden an Hunger oder Mangelernährung, die Artenvielfalt schwindet und die Klimakrise verschärft sich.
Wir wollen Bauernhöfe statt Agrarindustrie! Statt Bäuerinnen und Bauern weltweit durch Landnahme den Boden unter den Füßen wegzuziehen, müssen Arbeit und Perspektiven in den ländlichen Regionen geschaffen werden. Im Wahljahr 2017 wird entschieden: Weiterhin Steuermilliarden für Agrar- und Chemieindustrie, Großgrundbesitz und Tierfabriken? Oder werden die regionale Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk sowie Tier- und Umweltschutz gefördert? Wir wollen eine sozial gerechte Agrarpolitik! Kleinere und mittlere Höfe müssen überleben können. Dafür brauchen wir eine Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft!
Wir wollen gesundes Essen! Aber Pestizide wie Glyphosat belasten unsere Lebensmittel, Mega-Mastanlagen quälen Nutztiere und übermäßiger Gülleeinsatz verschmutzt unser Wasser. Chemieriesen versuchen neuartige Gentechniken durch die Hintertür auf die Äcker und Teller der Welt zu bringen. An diesem System verdient vor allem die Agrarindustrie – auf Kosten von Bäuerinnen und Bauern. Schluss damit: Wir brauchen verbindliche Regeln für eine Land- und Ernährungswirtschaft, die Mensch, Tier, Umwelt und Klima schützt!
Wir wollen Demokratie statt Konzernmacht! Freihandelsabkommen wie CETA, TTIP und EPAs mit afrikanischen Staaten werden die Märkte weiter liberalisieren und zu noch mehr Exportabhängigkeit führen. Bäuerinnen und Bauern müssen zunehmend für den Weltmarkt produzieren, zu noch miserableren Erzeugerpreisen. Das führt zu Dumping-Exporten und zu höherer Marktkonzentration. Megakonzerne wie Bayer-Monsanto üben immer mehr Macht über unser Essen aus – vom Saatgut bis in den Supermarkt. Verantwortlich auch hier: die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel.
Wir Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen, ImkerInnen, BäckerInnen, GärtnerInnen, Tier-, Umwelt- und NaturschützerInnen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, kritische VerbraucherInnen und engagierte Jugendliche fordern auf der 7. „Wir haben es satt!“-Demonstration eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft.
Wir brauchen gesundes Essen für alle! Wir lassen die Ernährungs- und Agrarwende Tag für Tag Wirklichkeit werden und machen sie zum zentralen politischen Thema im Wahljahr. Die Politik muss sich jetzt ändern, damit Konzerne nicht länger über unser Essen bestimmen.

Näheres könnt Ihr sehen unter www.wir-haben-es-satt.de