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Protokoll vom Arbeitskreistreffen 2011


    Arbeitskreis Landwirtschaft
Arbeitskreis Landwirtschaft der IGZ
Protokoll des Treffens auf Hof Großholz/Hof Quecke 4.-6.11.2011
Anne Scheele

Anwesende:
Mercedes Azcona, Carmen Becker, Immo Bengen, Markus Bleich, Gerd Boll, Daniela Falk, Max Genzer, Jürgen Hassemeier, Karsten Lutz, Angela und Andreas Nagel, Florian Pforte, Simon Pittius, Anne Scheele, Steffen Schimmel, Birke Soukup, Detlef Tischler, Ulrich Vössing, Petra Walter, Gunta Zvidrina
Erwartungen an das Treffen:
- Motivation auffrischen
- etwas über Pferdearbeit in der Praxis lernen
- neu erworbenen leichten Vorderwagen vorstellen
- Anregungen bekommen zu: was tun bei Sommerekzem des Pferdes
- fachsimpeln
- Betriebe kennenlernen, die Pferde einsetzen
- Erfahrungen und Ideen austauschen
- Leute kennenlernen
- Pferdearbeit pferdeschonend verbessern
- Pferdegeräte sehen zu Heuwerbung und Gemüsepflege

Vorstellung der TeilnehmerInnen
TeilnehmerInnen haben sich und ihren Betrieb oder Erwähnenswertes, meist auch mit Fotos, vorgestellt:
Angela und Andreas haben drei Tinker, die sie in ihrem Gemüsebaubetrieb einsetzen. Siehe unten.
Birke und Daniela sind Gärtnerinnen in Libbenichen. Sie möchten ein Gespann finden, um selbst Pferde in ihrem Betrieb einzusetzen, seit Carmen mit ihren Pferden weggezogen ist.
Carmen bietet Dienstleistungen wie z.B. Holzrücken oder Gemüse hacken mit Pferden und Grundkurse Arbeitspferde nach APRI an; macht ihre Heuwerbung mit modernen Geräten wie Vorderwagen mit Hydromotor, 2,70m Doppelmessermähwerk und Mini-Rundballenpresse. Beim Arbeiten mit der Meyerhacke kann sie mitfahren durch ein Brett mit Rädern, das an die Hacke gehängt wird.
Detlef ist als Vollzeit-Fuhrmann auf Hof Großholz angestellt. Er schätzt sehr, dass er sich die Feldarbeiten in der Woche frei einteilen kann. Siehe unten.
Florian macht Barhufpflege, arbeitet an der Uni Witzenhausen und ist dort für Exkursionen zu Betrieben mit Pferdeeinsatz zuständig.
Gerd ist Betriebsleiter von Hof Großholz. Siehe unten.
Gunta baut seit letztem Jahr in einer Gemeinschaft Gemüse an und hat ein Pferd mit Sommerekzem zur Probe und ein Tinker zur Verfügung, sie wünscht sich ein eigenes passendes Pferd zu finden.
Karsten arbeitet ehrenamtlich im Museumsdorf Volksdorf. Besoderes: das Gespann wird eingesetzt in einem Göpel, Mist wird vom Pferdewagen aus schubkarrenweise im Dorf verkauft.
Markus züchtet und verkauft seit 20 Jahren rheinisch-deutsche Kaltblutpferde. Auf seinem Betrieb kommen die Pferde bei verschiedenen Arbeiten zum Einsatz. Zum Thema der Pferdehaltung hat er die Erfahrung gemacht, dass bei seiner ganzjährigen Außenhaltung der ca. 30 Pferde keine Dämpfigkeit oder Nierenverschlag aufgetreten ist.
Max hat vier Arbeitspferde, die er auf dem 40ha Betrieb hauptsächlich zum Striegeln, Jauche und Steine fahren und dem kompletten Kartoffelanbau einsetzt. Verbessern möchte er die Situation, dass es im Jahr nur einige punktuelle, intensive Einsätze der Pferde gibt.
Mercedes, Immo, Simon und Ulrich sind interessiert an Pferdearbeit.
Petra und Jürgen haben einen leichten Vorderwagen mit Dreipunktaufhängung von PZTM gekauft (Thema beim letzten AK Treffen 2010) für ihren Gemüseanbau, mit dem sie sehr zufrieden sind. Er kann sehr enge Kurven fahren. Sie machen mehr und mehr „solidarische Landwirtschaft“ (Film dazu bei www.heppening.de). Jürgen hat viele Bedienungsanleitungen von Pferdegeräten und stellt gern eine Liste der Bedienungsanleitungen auf die entsprechende IGZ-Internetseite.
Steffen macht seinen gesamten Getreideanbau (2ha) mit seinem Gespann inklusive Mähbinden. Er hat seit kurzem einen Hisko-Vorderwagen mit Heugeräten im Einsatz.
Anne hat vom Holzsägen mit dem Göpel auf ihrem früheren Hof erzählt, jetzt würde sie gern ein Pferd finden, das sie stundenweise in ihrem Teilzeitgemüseanbau einsetzen kann.

Präsentation der Pferdearbeit von Hof Großholz
Am Samstag Vormittag hat Detlef uns den Pferdestall gezeigt und dann hat er mit den Norwegern dreispännig geeggt unter Beteiligung der TeilnehmerInnen.
Es gibt auf dem Hof vier Norwegerpferde, die für die landwirtschaftlichen Arbeiten eingesetzt werden. Außer pflügen und pflanzen werden alle Feldarbeiten mit den Pferden durchgeführt. Dazu gibt es unter anderem ein Vielfachgerät und viele einreihige Hacken, so dass an verschiedenen Feldern eine Hacke bleiben kann.
Präsentation des Gesamtbetriebes Hof Großholz
Samstag Nachmittag ist Gerd mit uns über die Äcker gegangen und hat uns dabei den Gemüsebaubetrieb vorgestellt. Sie kooperieren mit einem Rinderhof zum Kleegras-Mist Austausch. Sie haben alle 50m ein Vorgewende auf den Flächen, so bleiben die Erntetrecker auf den Wegen. Geerntet wird von Hand, wegen der guten Qualität der Ware und weniger Bodenverdichtung. Fruchtfolge siehe Anhang.
Der Porree wird im Juli mit Trecker gepflanzt und dann 1x Woche mit Pferd gepflegt: 1. Fingerhacke (an die Metallfinger werden Gummischlauchstücke gesteckt), 2. Gänsefußschar, 3. Winkelschar, 4. Häufler, so wird immer mehr angehäufelt.
Der Reihenabstand ist 55cm bei Erbsen, Bohnen, Möhren, Porreeanzucht. 70cm bei Kulturen mit Treckerpflanzung.
Schwarzkohl (wie Grünkohl) wird 2 mal gehackt: 1. Gänsefußschar, 2. Häufler.
Es gibt einen Erntewagen für die ErnterInnen, selbstgebaut.
Gerd hat in dem Hoflogo ein Arbeitspferd und empfiehlt, die Arbeitspferde für die Werbung zu nutzen, da es große Sympathieträger sind.
Präsentation Hof Quecke
Sonntag Vormittag haben Angela und Andreas uns durch ihren Gemüsebaubetrieb geführt. Seit 1996 bauen sie auf ca. 1,5ha Biogemüse, -blumen und -obst an. Insgesamt sind es 6ha mit dem Grünland.
Sie haben drei Tinker, die alle eingesetzt werden. Leider lassen sie sich nicht zusammen nebeneinander anspannen (Pferde flüchten voreinander; eine Hintereinanderanspannung könnte noch getestet werden). Für ihre Fläche würde ein halbes Pferd ausreichen. Der Schlepper übernimmt das Pflügen mit der Spatenmaschine, das Grubbern und Fräsen. Der Rest ist Handarbeit, die zum Teil durch Pferdearbeit ersetzt werden kann, was eine schöne Erleichterung ist und die Freude bei der Arbeit sehr steigert. Durch Gründüngung sind die Flächen im Winter alle grün. Sie fahren 3x in der Woche zum Markt und haben 3-4 Helfer in der Saison. Auf den Flächen soll es friedlich zugehen, so haben sie z.B. das Buch „Schneckenflüstern statt Schneckenkorn“ mit großem Erfolg angewendet.
Für die Pferdehaltung haben sie einen Unterstand mit Auslauf (200m2), der Easy Ground-Boden für den Auslauf wurde folgendermaßen gebaut: unten ist Recyclingschotter mit Drainage zum Teich, darüber liegt ein Geoflies und oben über dem Erdniveau ist Schwemmsand aufgetragen. Er wird regelmäßig abgeäppelt.
Ein Cassine-Vielfachgerät, einreihig (von Prommata, Frankreich) wird unter anderem für die Pferdearbeiten benutzt. Besonders erwähnenswert ist dabei der Häufler. Er besteht aus 2 Scheiben und ist dadurch besonders leichtzügig, das Wenden ist etwas kraftaufwendig wegen der 2 Vorderräder. Sehr angenehm ist der Griff, der verschiedene Haltepositionen erlaubt.
Themen des Arbeitskreises
-Die Adressenliste der landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe mit Pferdearbeit ist in Arbeit. Bald ist sie bei der IGZ-Bundesgeschäftsstelle erhältlich.
-Petras und Jürgens PZTM-Vorderwagen (siehe auch oben): die elektrische Hydraulikpumpe des Vorderwagens ist im Vergleich zu einer manuellen sehr angenehm. Die Batterie hält sehr lange. Beim Ausheben vom Grubber geht die Deichsel vorn hoch, sie haben deshalb eine Gehwegplatte auf den Vorderwagen gelegt. Die Deichsel überträgt Seitwärtsschläge, die das Pferd leider abbekommt.
-Nächstes Treffen: Der Jugendhof Godewin (Wendland) wird angefragt. Sonst würde es auch im Museumsdorf Volksdorf(Hamburg) möglich sein. Gibt es Arbeitskreisinteressierte, die sich gerne im Süden treffen würden? Bitte bei Anne Scheele melden.
-Pferdehaltung der Norweger auf Hof Großholz: Frage: was tun bei Heu und Strohallergie? Sie haben vor kurzem den Stall gekalkt und Gummimatten in großen Bereichen des Stalls eingebaut, dadurch ist es mit der Allergie schon besser geworden.
Die Pferde kommen hauptsächlich nachmittags auf die Weide, wenn der Tau weg ist, um Verschlag zu vermeiden.
-Mauke: Schleswiger haben oft Mauke, weil sie auf magerem Gras gezüchtet wurden, Holsteiner haben seltener Mauke, weil sie auf Marschland gezüchtet wurden. Züchtungsbedingt können sich manche Pferde gut entgiften, andere nicht.
-Wie bekommen wir eine gute Ausbildung der Fuhrleute hin? Ans Herz legen wir den Lernenden, sich dafür drei Jahre Zeit zu nehmen, wobei sie zu Beginn eine lange Zeit nur mitlaufen sollten, auch wenn die Verlockung für uns AusbilderInnen groß ist, die Zügel abzugeben.

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Im Mitgliedsbeitrag ist der Bezug der Zeitschrift - Starke Pferde - enthalten.


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