Pferderücker-Liste

Diese Pferderücker-Liste wurde zusammengestellt und herausgegeben von der Interessengemeinschaft Zugpferde e.V./IGZ.

Das Vorrücken mit Pferden kann in viele Holzernteverfahren integriert werden und bedeutet einen wesentlichen Beitrag zu Schonung und Erhaltung des Bodens, der wichtigsten Ressource in Forstwirtschaft und Landbau. Nur auf gesunden Böden können langfristig gesunde und ertragreiche Wälder gedeihen. Die vielfältigen Wohlfahrtswirkungen funktionierender Wälder können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden!

Mit vorliegender Pferderücker-Liste besitzen Forstverwaltungen, Betriebsleiter vor Ort und Waldbesitzer* der unterschiedlichen Kategorien die Möglichkeit, unkompliziert die Forstunternehmen zu finden (und zu engagieren!), die dieses sanfte Holzernteverfahren anbieten. Es ist zu wünschen, dass möglichst viele der in der Forstwirtschaft Verantwortlichen dieses Angebot nutzen, zum Wohle von Boden und Bestand, von Wasserhaushalt und biologischer Vielfalt.

Dr. R. Scharnhölz

ehemaliger Vorsitzender der Interessengemeinschaft Zugpferde (IGZ) e.V.

Mehr Informationen zu den einzelnen Betrieben findest du in der Tabelle:


GASSENABSTAND 40 M – GUTE FORSTLICHE PRAXIS 


Mit der Vorlage der Verfahrensblätter „Kölner, Wittgensteiner und Berliner Verfahren“ im Jahr 2000 auf der KWF-Tagung in Celle, verwies die IGZ erstmals auf pferdeunterstützte Holzerntemethoden.

Diese Verfahren basieren alle auf einem Gassenabstand von mindestens 40 m. Zunächst noch als exotische, preistreibende Variante der Holzernte verschmäht, gelang es der IGZ jedoch über die Jahre, die Diskussion über Gassenabstände > 40 m bei den forstlichen Entscheidungsträgern zu etablieren.

Was einerseits der unabdingbare wirtschaftliche Spielraum des Pferderückers ist, bedeutet andererseits praktizierten Bodenschutz und damit gesellschaftlich akzeptierte Forstmethode und bietet obendrein noch neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Der Gassenabstand von 40m hat sich auch deshalb sehr eindrücklich in den aktuellen Revisionsprozessen von PEFC und FSC abgebildet. Es ist eine gute forstliche Praxis.

Um den Waldbesitzer bei seinem Bemühen zu unterstützen, die Befahrungsintensität seiner Bestände herabzusetzen, legt die IGZ eine Pferderückerliste für ganz Deutschland vor.

Die hier aufgeführten Pferderückebetriebe stehen für moderne Forstwirtschaft. Zahlreiche Unternehmen sind zertifiziert und beweisen damit ihre forstfachliche Qualifikation und belegen die vom Gesetzgeber geforderte Einhaltung des Tierschutzes im Zuge der gewerblichen Arbeiten mit Pferden. Etliche Unternehmer bieten ihre Dienste auch in großer Entfernung zum Betriebssitz an.

Mit allerbester Empfehlung

Elmar Stertenbrink

ehem. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Zugpferde (IGZ) e.V. 

* Nur aus Gründen besserer Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt